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Datensicherung

Die Datensicherung dient zu sicheren Archivierung eines Datenbestandes. Dieses geschieht üblicherweise vollautomatisch durch installierte und aktivierte Sicherungsverfahren. Diese kopieren auf ein Sicherungsmedium den kompletten Datenbestand (Vollsicherung), nur die geänderten Daten seit der letzten Vollsicherung (differenzielle Sicherung) oder die geänderten Daten seit der letzten Sicherung (inkrementelle Sicherung).

Für die Nutzung im Datenbank-Umfeld stellen verschiedene Hersteller Erweiterungen zur Verfügung, um unterschiedliche Datenbanken zu sichern. Diese greifen auf die Datenbank im Rahmen eines Benutzerkontext zu, um ein Abbild der Datenbank zu erzeugen. Bei Nutzung einer CortexDB ist dieses nicht notwendig. Eine separate Lizenzierung und Nutzung eines Backup-Kontos entfallen somit.

 

Integriertes CortexDB Backup-Verfahren

Eine Backup-Funktion ist bereits in der CortexDB integriert und kann über die entsprechenden Parameter in der Konfigurationsdatei des Server ("ctxserver.ini“) konfiguriert werden.

Die Sicherungsmechanismen sollten daher nur das Backup-Verzeichnis der CortexDB sichern. Alle weiteren Verzeichnisse sind aus der Sicherung auszuschließen. Bei einem etwaige Ausfall ist es ausreichend, wenn die entsprechende Backup-Datei in einer neuen Umgebung wiederhergestellt wird.

Die Backup-Funktion der CortexDB sichert zu den festgelegten Zeitpunkten einen kompletten Stand der Datenbank. Während der Datensicherung können die Datenbank und alle darauf laufenden Anwendungen weiterhin genutzt werden.

Innerhalb des Backup-Verzeichnisses befindet sich die festgelegte Anzahl beibehaltener Backup-Dateien. Anhand des Dateinamens ist das Datum und die Uhrzeit der Erstellung ersichtlich.

Beispiel:

131201020100.cbz
131202020100.cbz
131203020100.cbz

Über die dazugehörige Konfiguration wurde festgelegt, dass nur drei Dateien gespeichert bleiben ("MaxBackupCount“)

[BACKUP]
backuppath=.\backup
MaxBackupCount=3

und dass jeden Tag das Backup um zwei Uhr Nachts durchgeführt wird (0 = Sonntag; 1 = Montag; [. . .] ; 6 = Samstag).

0=02:00
1=02:00
2=02:00
3=02:00
4=02:00
5=02:00
6=02:00

 

HINWEIS:

Soll das gesamte Datenbank-Verzeichnis gesichert werden, so ist die Datenbank während dessen zu stoppen. Erfolgt bei laufender Datenbank und ggf. aktiven Benutzerzugriffen eine Datensicherung des Gesamtverzeichnisses über Produkte anderer Hersteller, kann eine fehlerfreie Wiederherstellung nicht garantiert werden.

Ist eine ständige Datensicherung während des laufenden Betriebes erforderlich, wird der Einsatz des CortexDB Online-Backup-Servers empfohlen.

 

Durchführen eines manuellen Backup

Neben der automatisch ablaufenden Datensicherung besteht ergänzend die Möglichkeit, ein manuelles Backup zu erstellen. Die entsprechende Sicherungsdatei wird ebenso wie alle automatisch erstellten Backups in dem konfigurierten Verzeichnis abgelegt.

Hierbei ist zu beachten, dass die maximale Anzahl der gespeicherten Backup-Dateien berücksichtigt wird. Durch ein manuelles Backup kann also ggf. eine ältere Backup-Datei gelöscht werden.

Zum Starten des manuellen Backups ist die Nutzung des Remote-Admin notwendig. Hierüber steht die Funktion "Backup“ zur Verfügung.

Screenshot.RemAdm.BackupBtn

Bevor die Datensicherung durchgeführt wird, erfolgt eine Abfrage zum Typ der Datensicherung. Hier besteht die Möglichkeit, ein lizenzfreies Backup zu erstellen, das mit jeder anderen Lizenz eingelesen werden kann. Üblicherweise sollte hier ein reguläres Backup durchgeführt werden, dass ausschließlich mit derselben Lizenz genutzt wird.

 

CortexDB Online-Backup-Server

Als optionale Erweiterung steht die Möglichkeit eines (oder mehrerer) Online-Backup-Server zur Verfügung. Eine solche Instanz kann in steter Synchronisation mit dem Produktiv-Server betrieben werden und entspricht daher im Wesentlichen einer gespiegelten CortexDB-Datenbank. Diese wird über TCP/IP-Verbindungen synchronisiert und kann somit an geographisch anderen Orten platziert werden (bspw. in anderen Brandabschnitten).

Im Störungsfall kann der Online-Backup-Server den Produktivbetrieb übernehmen und damit zum Primärsystem hochgestuft werden. Bei diesem Prozess handelt es sich um eine manuelle Durchführung, um über ein bewusstes Eingreifen etwaige Automatismen an verfrühten Systemänderungen zu steuern (z.B. bei kurzzeitigem Leitungsausfall, unplanmäßigen und irregulären Änderungen an beteiligten, anderen Systemen u.ä.).

Bei der Synchronisation zwischen dem Produktiv- und dem Backup-Server handelt es sich um eine Ein-Wege-Synchronisation. Änderungen am Datenbestand sind daher nur am Produktivsystem, aber nicht am Backup-Server zulässig. Im Rahmen der Ausfallsicherheit und/oder verteilter Anwendungen kann hierfür der sog. Abgleich-Server zur Verfügung gestellt werde.

 

CortexDB Abgleich-Server

Für verteilte Datenbank-Operationen steht die sog. "Abgleich-Server“-Funktionalität zur Verfügung. Mit deren Hilfe kann eine Vielzahl synchronisierter Server betrieben werden. Optional ist die Aktivierung eines Rechtesystems möglich, so dass nur selektierte Datenbestände an dedizierte Datenbanken übertragen werden. Der zentrale Datenbank-Server behält somit die Kontrolle und den gesamten Datenbestand; die synchronisierten Server erhalten nur ausgesuchte Informationen.

Ein Abgleich-Server kann selbständig und ohne ständige Verbindung zum Haupt-Server ("Master“) betrieben werden. Erst nach der Herstellung einer Online-Verbindung werden neue Informationen übertragen und zwischen beiden Servern synchronisiert.

 

Wiederherstellung einer Datenbank (Recovery)

Der Cortex-Datenbank-Server verfügt über mehrere automatische Sicherungsverfahren, um die Stabilität zu gewährleisten. Dennoch können durch irreguläre Zustände des Betriebssystems oder der Hardware Fehler auftreten, die eine Datenbank in Mitleidenschaft ziehen. Durch die unterschiedlichen Funktionen besteht daher die Möglichkeit, Korrekturen vorzunehmen und erst im kritischen Bedarfsfall eine komplette Datensicherung wiederherzustellen.

 

Änderungshistorie

Neben der definierten Backup-Konfiguration speichert der Datenban-Server intern alle Datensätze in zusammenhängenden Blöcken auf dem Speichermedium. Änderungen der Datensätze werden in einer sog. "chd“-Datei gespeichert, wobei alle Änderungen eines einzelnen Tages in je einer Datei kodiert vorhanden sind ("Transaction-Log“). Diese Dateien befinden sich im Unterverzeichnis "ctxchh“ ("cortexdb change history“) des konfigurierten Datenverzeichnisses vom Server (siehe im Konfigurationsblock [EINSTELLUNG] den Parameter "basepath“).

Diese Änderungsinformationen sind so aufbereitet, dass zu jedem geänderten Feldinhalt der vorherige und der neue Inhalt gespeichert sind und jede Datensatzänderung einen eigenen Prüfwert ("Hash“) erhält. Damit besteht die Möglichkeit, diese Dateien ergänzend zu der Wiederherstellung eines Backups einzulesen, um den Zustand der Datenbank zu einem beliebigen Zeitpunktes (Datenbestand vor dem Systemausfall) wiederherzustellen (Differentialsicherung).

 

Reorganisation

Bei Hardware-Ausfällen oder anderen Störungen können innerhalb einer Datenbank inkonsistente Zustände auftreten. Für diesen Fall wurde innerhalb der CortexDB die Funktion der "Reorganisation“ integriert.

Bei einer Reorganisation werden alle Verwaltungsinformationen aus den gespeicherten Datensätzen neu generiert. Solange die Datensätze selbst konsistent sind, ist die Wiederherstellung gewährleistet. Sollten Teilbereiche zerstört sein, lassen sich dennoch alle restlichen Datensätze, in denen keine Fehler gefunden wurde, korrekt wiederherstellen.

 

Manuelle Wiederherstellung ("Restore“) einer Datenbank

Die Wiederherstellung einer Backup-Datei erfolgt mit Hilfe des Remote-Admin. Dieser bietet über die Funktion "Restore“ die Möglichkeit, eine Backup-Datei vollständig einzulesen. Alle darin enthaltenen Einstellungen, Benutzer und Erweiterungen ("php-Projekte“) werden wiederhergestellt.

Screenshot.RemAdm.RestoreBtn

Diese Backup-Datei muss sich im konfigurierten Backup-Verzeichnis des Servers befinden (siehe Konfigurationsblock [BACKUP] den Parameter "backuppath“).

HINWEIS: Bei der Wiederherstellung werden alle Informationen, Konfigurationen, Lizenzen, Benutzereinstellungen und weitere Einstellungen überschrieben. Bei lizenzfreien Backup-Dateien ist das erneute Einlesen der Lizenz (lic-Datei) notwendig.

 

 Hinweise zur Online-Hilfe
 

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(letzte Aktualisierung: 12.04.2017)

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